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2008-03-30 DM in Hamburg: Auf Roßkopf folgt Boll. Lei Yang steht im Finale
Für Boll sind die Deutschen Meisterschaften der erste Wettkampf nach einer wochenlangen Verletzungspause. „Dass er gegen mich schon mal Matchball abwehren musste hat dir Lei Yang wohl nicht gesagt, oder?“, witzelte Björn Ungruhe im Zwiegespräch mit dem zuständigen Hamburger Online-Pressewart, kurz nachdem Yang den hohen Favoriten Timo Boll im Halbfinale gestoppt hatte. In der Tat war der Name Lei Yang den meisten Zuschauern in der Alsterdorfer Sporthalle unbekannt. In Baden-Württemberg ist der 30-jährige Oberliga-Spieler des ASV Grünwettersbach allerdings kein vollkommen Unbekannter. In der 2. Bundesliga-Süd war er nämlich schon für verschiedene Clubs aktiv und spielte zwischenzeitlich auch in der Eliteklasse für den TSV Gräfelfing. Timo Boll nahm sein Ausscheiden gegen den bei einer Deutschen Meisterschaft zum ersten aktiven Yang sachlich zur Kenntnis: "Nach den letzten Trainingseindrücken war mir klar, dass ich keine gute Form habe. Das wichtigste ist, dass ich heil und unverletzt durch das Turnier gekommen bin. Ich habe keine Schmerzen. Das ist erfreulich. Dass ich noch nicht wieder der alte Timo Boll bin, war mir voll bewusst, am wichtigsten war für mich in erster Linie Schmerzfrei durchs Turnier zu kommen. Bis zum großen Ziel der Olympischen Spiele in Peking befinde ich mich jetzt in einer kontinuierlichen Aufbauphase. Jeder Wettkampf wird bis dahin wichtig sein, zum Glück stehen bis dahin in der Bundesliga und auf internationalen Meisterschaften noch einige an." Der 30-jährige Yang spielt derzeit für den ASV Grünwettersbach in der Oberliga und qualifizierte sich als Baden-Württembergischer Meister zum ersten Mal für die nationalen Titelkämpfe. Yang, der bereits in der Bundesliga für der TSV Gräfelfing aktiv war, trifft im Endpspiel auf Torben Wosik. Der für Angers Vaillante TT in Frankreich startende Wosik setzte sich im zweiten Halbfinale des Tages gegen Lars Hielscher mit 4:1 Sätzen durch. Der nach Verletzungsproblemen ebenfalls wiedergenese Lars Hielscher machte keinen Hehl daraus, aufgrund des Ausscheidens von Timo Boll ein wenig ärgerlich über die verpasste Titelchance zu sein: „Ich bin im Spiel gegen Torben leider nach dem knappen Verlust des ersten Satzes immer hinterhergelaufen. Wenn man gegen Torben erstmal zurückliegt ist es schwer das Spiel noch zu gewinnen. Mental fehlte mir nach den Spielen gestern und der vorangegangenen Verletzungspause in den entscheidenden Momenten die mentale Frische. Was mich etwas ärgert ist die Tatsache, dass Timo Boll bei dieser Deutschen Meisterschaft nicht fit war und die Titelchance von daher bei weitem nicht so unrealistisch gewesen ist wie im Falle der Teilnahme eines Timo guter Form.“
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