
2008-03-29 Halbfinals Komplett – Lars Hielscher spielt sich nach überstandener Verletzung mit starker Leistung durch Sieg über Mitfavoriten Ovtcharov in die Vorschlussrunde

„Gegen Dima spiele ich generell sehr gut. Trotz seiner Spielstärke komme ich meistens gut gegen ihn zurecht, auch wenn ich zwischenzeitlich auch schon mal klar gegen ihn verloren hatte. Mein erster wirklicher Belastungstest hat am Donnerstag vor den Meisterschaften stattgefunden, vorher hatte ich 18 Tage Spielpause.“, sagt ein vom Wettkampf noch sichtlich angespannter Lars Hielscher direkt nach seinem 4:0-Sieg über den Weltranglisten-16. Dimitri Ovtcharov. Einen Tag vor Beginn der NDM-Hauptrunde hielt sich das Gerücht über eine verletzungsbedingte Absage des Bremer Bundesligaspielers noch hartnäckig. Für ein paar Minuten hatte die in der Austragungsstätte tätige Online-Redaktion fälschlicherweise sogar die Absage Hielschers veröffentlicht. Hielscher war entgegen sämtlicher Mutmaßungen doch in der Lage anzutreten, und meldete sich mit einer ganz starken Vorstellung zurück! „Ich hab schon während meines 4:0-Sieges gegen Björn Ungruhe gemerkt, dass ich immer besser zum meinem Spiel finde. Wenn ich einen von den knappen Sätzen verliere kann es wesentlich schwerer werden, aber wenn man mit dem nötigen Selbstvertrauen spielt gewinnt man die knappen Sätze auch nicht zufällig.“, so der DTTB-Top12-Sieger aus dem Jahr 2004. Dimitri Ovtcharov war die Enttäuschung nach dem Viertelfinal-Aus direkt nach dem Spiel noch deutlich anzumerken: „Ich bin hier körperlich in keiner guten Verfassung angereist und hab mich ausgelaugt gefühlt. Lars spielt zwar gut gegen mich, aber für meine Spielstärke war die Leistung inakzeptabel. Über das frühe Aus bin ich im Moment schon noch sehr enttäuscht. Im Halbfinale bekommt es der Überraschungshalbfinalist nun mit dem Wahl-Franzosen und früheren Deutschen Einzelmeister Torben Wosik zu tun. „Mein Viertelfinalspiel gegen Steffen Mengel war sehr gut und ich ahb überraschend klar gewonnen. Das Niveau auf den Meisterschaften hat sich im Gegensatz zu früher erkennbar gesteigert, so leicht ist hier auch in den ersten Runden kein Spiel mehr zu gewinnen. Gegen Lars schätze ich die Chancen 50:50 ein, er ist allerdings aufgrund der letzten direkten Vergleiche Favorit.“, so Wosik.
Timo Boll schlug zog gegen sein 4:0 gegen Zoltan Feier-Konnert als nächster Spieler ins Halbfinale ein und trifft morgen ab 12.00 auf Lei Yang, welcher nach seinem Achtelfinalerfolg über Jörg Roßkopf auch Nico Christ bezwingen konnte.
Bei den Damen werden sich ab 11:20 Alexandra Scheld und Tanja-Hain-Hofmann sowie Kristin Silbereisen und Elke Wosik gegenüberstehen. Überraschungen blieben hier aus. In einer einseitigen Partie setzte sich Kristin Silbereisen mit 4:0 gegen Amelie Solja durch. „Das Spielsystem von Amelie liegt mir,“ so die zufriedene Siegerin. Durch den klaren Erfolg steht die Siebte der deutschen Rangliste zum ersten Mal in ihrer Karriere in der Vorschlussrunde bei den nationalen Titelkämpfen.



